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Musikinstrumente

Tschinellen

Definition, Beschreibung, Funktion, Herkunft des Musikinstrumentes

Tschinellen werden auch Paarbecken oder Handzimbeln genannt und gehören zu den Gegenschlagidiophonen. Das Instrument besteht aus zwei Becken, die der Spieler gegeneinander schlagen muss. Die Becken werden häufig aus Messing oder Bronze gefertigt. Gespielt werden sie überwiegend in der klassischen Musik und in der Volksmusik.

Etwa im 18. Jahrhundert kamen die Paarbecken auch im Westen Europas an, wo sie schließlich in Orchestern benutzt wurden. Während man größere Becken gegeneinander schlägt, werden kleinere Exemplare mithilfe von Schlaufen mit nur einer Hand gespielt. Es gibt drei verschiedene Größen der Paarbecken - die Französischen Becken, die Wiener Becken und die Deutschen Becken. Bei den Französischen Becken ist der Ton hell und verhallt schnell. Die Wiener Becken erzeugen ebenfalls einen hellen Ton, der aber länger anhält. Deutsche Becken hingegen erzeugen einen kräftigen, dunklen und lang anhaltenden Ton. Die großen Paarbecken werden jeweils in einer Hand gehalten und nur kurz aneinander geschlagen. Um zu verhindern, dass sich Luft zwischen den Becken ansammelt, werden sie leicht versetzt gespielt. Passiert dies doch, ist der Ton eher dumpf und hallt nicht nacht. Um einen sehr lauten Ton zu erzeugen werden beide Becken bewegt und aneinander geschlagen. Für leisere Töne wird nur ein Becken bewegt, das andere liegt still in der Hand. Eine andere Methode ist, die Beckenpaare nah aneinander zu halten und sie dann erst leicht und locker gegeneinander zu schlagen. Der Spieler kann entscheiden ob er den Klang ausschallen lässt oder ob er dumpf abbrechen soll. Für letzteres wird das Becken an die Brust gedrückt.

Die Paarbecken begleiten häufig die Großen Trommeln, vor allen in Märschen. In der Symphonischen Musik werden Tschinellen nur selten angewendet. Um Höhepunkte der Musikstücke zu betonen und herauszuholen, spielt der Spieler nur einzelne Schläge. Mittlerweile werden die Spieler der Tschinellen jedoch oft eingespart. Stattdessen besitzen die Großen Trommeln zusätzlich ein Beckenpaar, welches auf der Oberseite befestigt ist. Eine weitere Spielweise ist das Aneinanderreiben der Becken.



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